Tomaten säen: Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung

Tomaten saeen Tomatensamen

Tomatensamen für die Tomatenaussaat

Das Aussäen von Tomaten kann mit geringem Aufwand zuhause durchgeführt werden ohne über besondere Kenntnisse verfügen zu müssen. Interessenten sollten sich im Frühjahr (etwa ab Februar) eine Tomatensorte aussuchen, die sie ziehen möchten und das entsprechende Saatgut kaufen.

 

 

 

 

Perfekter Zeitpunkt zum Aussähen

Der genaue Zeitpunkt der Aussaat ist von der individuellen Situation abhängig:

  • Wer einen Wintergarten oder ein warmes Gewächshaus zur Verfügung hat, kann den Tomatensamen eine kontrollierte Umgebung bieten und muss keine Frostschäden befürchten. In solchen Fällen kann die Aussaat bereits ab Mitte März statt finden.
  • Anders sieht es aus, wenn für die Setzlinge nur auf einem Fensterbrett Platz ist. Hier können durch Zugluft oder die nächtliche Kälte, die von draußen in die Wohnung gelangt, Schäden entstehen. Um Frostschäden zu vermeiden, ist für die Aufzucht am Fenster ein Termin ab April empfehlenswert.

Hinweis: Einen genauen Termin für die Aussaat kann nicht angegeben werden. Es hängt von den Temperaturbedingungen des jeweiligen Jahres ab. Trotzdem ist der Zeitpunkt sehr wichtig für den Erfolg der Aufzucht. Wer zu früh beginnt, riskiert Frostschäden. Wenn die Aussaat zu spät beginnt, besteht das Risiko, dass die Tomaten nicht früh genug reif werden, bevor der Herbst beginnt.

 

Phase des Tomatenwachstums

Diese Phase des Tomatenwachstums sollte in einer warmen und kontrollierten Umgebung statt finden, bevorzugt in der eigenen Wohnung. Tomatensamen keimen bei Temperaturen von 20 bis 25 °C am besten und müssen unbedingt vor Kälte geschützt werden. Eine zweite Voraussetzung ist, dass die Pflanzen genügend Sonnenlicht bekommen, um eine Vergeilung zu vermeiden. Wenn Pflanzen nur wenig Sonnenlicht ausgesetzt sind, werden diese sich auf der Suche nach einer Lichtquelle seitwärts strecken anstatt nach oben zu wachsen. Dadurch entsteht ein unnatürlicher, verkrüppelt wirkender Wuchs, der weder gesund noch ästhetisch ansprechend ist.

 

Aussaat

Das Saatgut wird in Töpfen, Multitopfpaletten oder flachen Schalen in Aussaaterde ausgesät. Die Behälter sollten über Abzugslöcher verfügen, damit keine Staunässe entsteht. Solche Anzuchtschalen sind im Fachhandel erhältlich. Im Idealfall verfügen die Behälter über einen lichtdurchlässigen Deckel. Dieser sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit nicht zu schnell verdunstet.

Tipp: Wer dies vorzieht, kann jeden Samen einzeln in einen eigenen Blumentopf legen. So können die Keimlinge je nach räumlichen Gegebenheiten besser voneinander getrennt werden. Die Pflegemaßnahmen ändern sich bei dieser Herangehensweise nicht.

 

Anleitung zur Aussaat von Tomaten

Bei der Aussaat sollte so vorgegangen werden:

  • Die Behälter werden in einer Höhe von 4-5 cm mit Anzuchtsubstrat gefüllt.
  • Jedes Samenkorn erhält ein eigenes Loch, das 0,5-1 cm tief sein sollte. Die Samen werden in diese Löcher gelegt und etwa 1 cm dick mit Substrat bedeckt.
  • Nun muss das Substrat immer feucht gehalten werden. Mit Hilfe eines Wassersprühers muss jedes einzelne Samenkorn gut befeuchtet werden. Dies muss während der folgenden Tage mehrmals am Tag erfolgen. Es darf dabei niemals so nass werden, dass es tropft.
  • Die Samenschale wird aufgeweicht und die Samenanlage im Inneren quillt auf. Enzyme werden aktiv und leiten die Keimung ein.
  • Speicherstoffe werden umgebaut und Keimwurzel und Keimblätter bilden sich aus. Nach 10 bis 14 Tagen wachsen die Sämlinge dann aus der Erde.

Sobald das dritte Tomatenblättchen aus dem Substrat wächst, ist der Zeitpunkt zum Pikieren gekommen. Nach den Eisheiligen im Monat Mai ist es endlich warm genug, um mit dem Auspflanzen im Gewächshaus oder im Gemüsebeet zu beginnen.

Wichtig: Die komplexen chemischen Vorgänge funktionieren nur reibungslos, wenn immer ausreichend Feuchtigkeit und Wärme zur Verfügung stehen. Trocknen die Samen ein, sterben die Keimlinge ab. Temperaturen unter 15 °C stoppen die Stoffwechselvorgänge und die Keimung wird stark behindert. Die Folge sind verzögertes Wachstum oder sogar Verkrüppelungen. Darum ist es unverzichtbar, dass die Keimtemperatur Tag und Nacht eingehalten wird.