Tomaten düngen heisst, diese richtig zu versorgen: Korrekte Düngemethoden

Tomaten düngen Tomatendünger

Tomaten korrekt düngen führt zu großem Ernteerfolg

Tomaten gehören zu den sogenannten Starkzehrern. Sie brauchen für eine gesunde Entwicklung viele Nährstoffe. Dies wird durch Düngemaßnahmen sicher gestellt. Es genügt dabei nicht, sich komplett auf Düngemittel zu verlassen und die Pflanze sonst sich selbst zu überlassen. Stattdessen sind die richtige Vorbereitung und konsequentes Einhalten fester Regeln Voraussetzung für den Erfolg.

Wenn die Tomaten im Gemüsebeet ausgepflanzt werden sollen, wird am besten schon im vorherigen Herbst mit den Vorbereitungen begonnen. Um für den nährstoffreichen Humus zu sorgen, den Tomaten besonders gut vertragen, sollte bereits mit Naturdünger vorgedüngt werden.

 

Düngen ab dem Auspflanzen

Sobald die Pflanzen die Pikierzeit hinter sich haben, kommt es zum Auspflanzen. Ab dieser Zeit benötigen die Tomaten regelmäßig frischen Dünger. Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Grundsätzlich kann man spezielle Tomatendüngermischungen im Fachhandel erwerben. Diese sollen den Nährstoffbedarf ohne weiteren Aufwand decken und sind in verschiedenen Formen erhältlich.

 

Formen von Tomatendünger

  • Flüssigdünger kann gleichmäßig im Beet verteilt werden. Besonders bei trockenem Klima kann die zusätzliche Flüssigkeit in Ergänzung zu den Nährstoffen die Tomaten vor dem Eingehen bewahren. Zudem ist die Anwendung sehr einfach, denn es macht wenig Arbeit, den Dünger in das Erdreich einzulagern.
  • Düngestäbchen und Drops werden nahe der Wurzeln in das Substrat gesteckt, bzw. eingegraben. Diese beinhalten Mikroorganismen, die auf das Erdreich belebend wirken. Zudem sorgen sie über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten (je nach Produkt) für die Nährstoffversorgung. Aufgrund der konzentrierten Wirkung sind Stäbchen und Drops besonders für die Kübelhaltung geeignet.
  • Als Alternative zu Fertigmischungen kann Tomatendünger selbst hergestellt werden, sofern Zugang zu den Zutaten besteht. Ein eigener Komposthaufen ist eine gute Basis für den selbst gemachten Dünger. Zudem können u.a. die folgenden Materialien dazu gemischt werden:
    • Brennesseljauche
    • Beinwelljauche
    • Kuhdung
    • Pferdemist
    • Hornspäne oder -mehl
    • Tomatenabfälle ohne Schädlingsbefall wie z.B. ausgegeizte Triebe oder Blätter

Um ein 1 kg Tomaten pro Quadratmeter zu bilden benötigen Tomatenpflanzen pro Quadratmeter 3 g Stickstoff, 0,5 g Phosphat, 3,8 g Kalium und 4 g Magnesium.

Tomatendünger enthält diese Nährstoffe im richtigen Verhältnis. Wird Fertigdünger verwendet, sind die Angaben der Hersteller auf der Verpackung genau einzuhalten.

 

Düngen bei der Kultur in Kübeln

Bei der Kultur in Kübeln ist ein mineralischer Langzeitdünger für die Grundversorgung optimal. Im Gartenboden können Kompost, abgelagerter Mist und organische Dünger wie Hornspäne und Blutmehl verwendet werden. Hornspäne geben ihre Nährstoffe erst ab, wenn sie von Bodenorganismen zersetzt wurden. In Kübeln mit Kultursubstraten sind nur wenige Organismen enthalten, die dazu fähig sind. Darum ist Hornspäne kein geeigneter Dünger für Tomaten in Kübeln.

Hinweis: Wichtig ist außerdem, nie zu viel auf einmal zu düngen. Eine Überdüngung erhöht den Salzgehalt im Boden und führt bei den Pflanzen zum Einrollen der Blätter. Lieber wöchentlich mäßig düngen, als selten in größeren Mengen.

 

Weitere Tipps zum Düngen von Tomaten

Tomaten dürfen nicht einseitig gedüngt werden. Eine reichliche Stickstoffversorgung lässt die Pflanzen zwar schnell wachsen, aber sie macht die Pflanzen anfällig für Schädlinge und Pilze. Außerdem steigt das Risiko von Blütenendfäule. Ein guter Tomatendünger enthält darum in ausgewogenem Verhältnis:

  • Stickstoff,
  • Phosphor,
  • Kalium,
  • Magnesium,
  • Schwefel
  • und Spurenelemente wie Eisen, Bor und Mangan.

Dementsprechend erfordert das Düngen eine gute Beobachtungsgabe und Feingefühl.

 

Versorgungsmängel erkennen

Es befinden sich bereits vor dem regelmäßigen Düngen Nährstoffe im Boden. Dazu diente die Vorbereitung des Substrats. Nun muss ermittelt werden, ob es Versorgungsmängel gibt und welche Nährstoffe konkret fehlen. Dazu muss der Gesundheitszustand der Pflanze täglich überprüft und bei Mangelerscheinungen entsprechend gehandelt werden, z.B. wie folgt:

  • Wenn die Pflanzen unzureichend wachsen und allgemein etwas kümmerlich wirken, kann das ein Anzeichen für Stickstoffmangel sein.
  • Ein ungleichmäßiges Wachstum der Früchte ist oft auf Kaliummangel zurück zu führen.
  • Eine Gelbfärbung der Blätter kann auf einen Eisenmangel hindeuten, selbst wenn der Dünger eigentlich genügend Eisen enthält. Bei einer hohen Kalziumkonzentration im Substrat wird jedoch die Eisenaufnahme durch die Wurzeln behindert.
  • Manche Nährstoffe beeinflussen einander. Kalium und Magnesium können sich gegenseitig neutralisieren. Dementsprechend sollte beim Düngen darauf geachtet werden, dass beide Stoffe in möglichst gleichen Mengen zugegeben werden.

Tipp: Der Langzeitdünger in der Kulturerde versorgt die Pflanzen über einige Wochen mit dem allernötigsten. Trotzdem darf das regelmäßige Düngen alle ein bis zwei Wochen über das Gießwasser nun nicht vergessen werden. Immerhin sollen die Pflanzen gleichmäßig wachsen, möglichst schnell blühen und reichlich Früchte tragen.