Tomaten pikieren: Vorbereitung zum Auspflanzen

Das Pikieren von Tomaten ist nach dem Aussäen der nächste Schritt in der Aufzucht von Tomaten. Nach etwa drei Wochen ist es soweit: Sobald die Tomaten das erste entwickelte Blattpaar zeigen, werden sie von der Anzuchterde in Töpfe mit gedüngtem Kultursubstrat umgesetzt. Dieser Vorgang benötigt einige Vorbereitungen, damit die Tomaten unbeschadet pikiert werden können.

Tomaten pikieren Anleitung Teil 1

Beim Pikieren sollte darauf geachtet werden, ein geeignetes Gefäße und ein geeignetes Substrat zu wählen.

Tomaten pikieren Anleitung Teil 2

Mit einem Pikierholz muss das Substrat um die Sämlinge augelockert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tomaten pikieren Anleitung Teil 3

Im besten Fall wird jede Tomatenpflanze einzeln aus der Aussaaterde genommen und in einen neuen Topf gesetzt.

Tomaten pikieren Anleitung Teil 4

Wichtig: Jeder Sämling sollte auf seine Gesundheit überprüft werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Geeignete Gefäße und Substrate

Als neues Gefäß für die Sämlinge sollte pro Pflanze ein Blumentopf oder eine spezielle Schale mit abgegrenzten Sektionen benutzt werden. Am besten geeignet sind Töpfe mit einem Durchmesser von bis zu 10 cm. So hat die Pflanze genug Platz für eine gesunde Entwicklung. Wie bereits das Aussaatgefäß sollten diese über Ablauflöcher verfügen, durch die überflüssiges Wasser abgegeben wird um Staunässe zu vermeiden.

Wichtig: Die Pikiergefäße müssen unbedingt sauber sein. Es ist ärgerlich, wenn Sämlinge eingehen, weil sich Krankheitserreger einer vorherigen Pflanze im Topf befunden haben.

Das Substrat sollte locker, gut durchlüftet sowie stets feucht und nährstoffarm sein. Nährstoffreiche Erde würde den Sämlingen in dieser Entwicklungsphase zu viel Wasser entziehen. Vor dem Pikieren wird das Gefäß etwa 4-5 cm tief mit dem Substrat gefüllt. Dieses muss ebenfalls frei von von Schädlingen und Krankheitskeimen sein. Zum Anlegen des Substrats eignen sich u.a. :

  • Torf
  • Sand
  • eine geringe Menge Dünger
  • spezielle Mischungen aus dem Fachhandel

Zwei bis drei Stunden vor dem Pikieren sollten die Sämlinge gegossen werden, damit sie genug Wasservorräte haben bis sie im neuen Behälter eingepflanzt werden.

Als nächstes werden die Jungpflanzen aus dem Aussaatgefäß genommen. Dazu wird das Substrat um die Sämlinge herum aufgelockert. Danach werden diese vorsichtig herausgelöst. Für diesen Zweck kann ein spezielles Pikierholz aus dem Fachhandel benutzt werden. Alternativ können auch normale Haushaltsgegenstände den gleichen Zweck erfüllen, z.B. :

  • ein sauberes Küchenmesser
  • ein Löffel
  • ein Kugelschreiber

Tipp: Um den Pikiervorgang möglichst stressfrei gestalten zu können, ist es empfehlenswert, jede Tomatenpflanze einzeln aus der Aussaaterde zu nehmen und in den neuen Topf zu setzen. Erst wenn das Umtopfen erfolgt ist, sollte die nächste Pflanze pikiert werden. So kann sicher gestellt werden, dass keine Pflanze austrocknet oder auf andere Weise Schaden nimmt, während andere Sämlinge eingesetzt werden.

Jeder Sämling sollte auf seine Gesundheit überprüft werden. Gesunde Pflanzen haben weiße und kräftige Wurzeln. Sind diese braun und dünn ist dies ein Anzeichen dafür, dass zu viel gegossen wurde. Solche Pflanzen haben leider nur wenig Chancen auf eine gute Entwicklung und sollten ausgesondert werden.

 

Korrektes Umtopfen und der Umgang mit den Pflanzen in den ersten Wochen

Jetzt werden die Tomaten vorsichtig in die vorbereiteten Töpfe umgesetzt. Beim Pikieren dürfen die Wurzeln und der Stängel nicht abgeknickt werden. Es ist allerdings empfehlenswert, überlange Wurzeln auf eine Länge von bis zu 2 cm zu kürzen. Dies regt das weitere Wurzelwachstum an und kann entscheidend zu einer gesunden Entwicklung beitragen. Die Sämlinge dürfen tiefer gepflanzt werden, als sie vorher im Substrat standen. Sie bilden am Stängel neue Wurzeln, was zur Standfestigkeit und einer guten Wasserversorgung beiträgt.

Wenn der Sämling eingepflanzt ist braucht er sofort frisches Wasser. Dazu ist eine Sprühflasche am besten geeignet, da die Wurzeln nicht überversorgt werden dürfen.

Während der ersten zwei bis drei Tage nach dem Umtopfen sollten die Jungpflanzen nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden. Die Sämlinge würden den resultierenden Flüssigkeitsverlust auf Dauer nicht überleben. Sobald die Pflanzen heran wachsen und robuster werden, vertragen sie das Sonnenlicht besser. Aber auch hier ist eine langsame Gewöhnung empfohlen.

Schon nach wenigen Tagen wachsen weitere Blätter aus dem Substrat heraus. Wenn die Sämlinge sich gesund entwickeln, können sie nach 20-30 Tagen ausgepflanzt werden.